Verschraubungen

Verschraubungen

 

Gewinde im Bauteil anbringen

Grundsätzlich ist der Druck eines Gewindes aufgrund der verhältnismäßig feinen Kontur und den maßlich hohen Ansprüchen nicht möglich. Jedoch kann die Kernlochbohrung gedruckt werden und das Gewinde kann nachträglich mit einem Gewindeschneider angebracht werden. Es gilt jedoch zu beachten, dass das Gewinde nur mit sehr kleinen Momenten belastet werden kann. Beispielsweise wird ein geschnittenes Gewinde in ABS ab einer Belastung von 0,3 Nm unbrauchbar. 

Gewindemutter in Bauteil einlegen

Um ein belastbares Gewinde zu erreichen, kann ein Mutternest gedruckt werden, sodass die Mutter nach dem Druck eingelegt werden kann. Von der Gegenseite her kann dann die Schraube eingeschraubt werden. Das Mutternest kann mit den Nennmaßen der Schlüsselweite der Mutter bemaßt werden, so erreicht man einen losen, aber nicht mitdrehenden Sitz. Soll die Mutter fest verpresst werden, so kann man das Mutternest auch 0,1 – 0,2 mm kleiner bemaßen.

 

Gewindemutter in Bauteil integrierend drucken

Die beste Variante, um ein Gewinde zu realisieren, ist der integrierende Druck. Dabei wird der Druck nach Erstellung des Mutternests gestoppt und die Mutter wird – während sich das Bauteil im Drucker befindet – eingelegt. Dann wird der Druck fortgeführt. Das Mutternest läuft pyramidisch aus, der Winkel sollte möglichst spitz sein, sodass kein Stützmaterial benötigt wird. Nach Fertigstellen des Drucks befindet sich die Mutter im Bauteil und ein hochwertiges Stahl-Gewinde kann genutzt werden, ohne dass die Mutter sichtbar ist.